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27. August 2018
Jubiläum für Pionier: BARD Offshore 1, produktionsstärkster deutscher Offshore-Windpark, ist seit fünf Jahren in Betrieb


BARD Offshore 1

BO1, erster kommerzieller und 2017 produktionsstärkster Hochsee-Windpark Deutschlands, ist seit September 2013 komplett am Stromnetz angeschlossen.
Mit 80 Windkraftanlagen der 5-Megawatt-Klasse wird eine Nennleistung von 400 Megawatt erreicht – das entspricht dem Strombedarf von mehr als 400.000 Haushalten.

BARD Offshore 1 wurde durch die Europäische Kommission im Rahmen des European Energy Programme for Recovery (EEPR) gefördert.

 
 
 
 

Optimaler Standort in der deutschen Nordsee

Der Off-shore Windpark BO1 befindet sich ca. 100 km nördlich der Insel Borkum in der deutschen Nordsee und umfasst ein Gebiet von etwa 59 Quadratkilometern.


 
 

Das Wichtigste im Kurzüberblick

 

Lage: 90 Kilometer nördlich der Insel Borkum

Fläche: 59,2 Quadratkilometer

Wassertiefe: bis 40 Meter

Turbinen: 80 BARD 5.0 Windenergieanlagen der 5 Megawatt-Klasse

Gründung: Tripiles

Rotordurchmesser: 122 Meter

Nabenhöhe: 90 Meter

Gesamthöhe: 152 Meter

Gesamtleistung: 400 Megawatt

Produktion: 1,6 Milliarden KWh pro Jahr (Versorgung von ca. 500.000 Haushalten mit grüner Energie)

Baubeginn: April 2010

Erste Stromeinspeisung: Dezember 2010

Inbetriebnahme: September 2013

Investitionssumme: mehr als 1 Milliarde Euro

 
 
 
 

Turbinentechnik
BARD 5.0

 
 
 
 

Die patentierte Tripile Technologie ist extra für große Küstenentfernungen entwickelt.

Beschreibung

Vorteile

 
 
 
 

Technik Umspannplattform
BARD 1 – HGÜ Plattform Borwin Alpha

Parkinterner Netzanschluss:

Parkexterner Netzanschluss:

Umspannplattform BARD 1:

 
 
 
 

Unser Umweltmonitoring

 

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens eines Windparkprojektes in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone ist zu prüfen, ob es durch die geplanten Windenergieanlagen zu einer Gefährdung der Meeresumwelt kommt. Außerdem schreibt der Gesetzgeber grundsätzlich eine Umweltverträglichkeitsprüfung für solche Projekte vor. Um beide vorgenannten Punkte zu erfüllen, wird ein sog. Ökologisches Monitoring durchgeführt, dessen Art und Umfang durch die Genehmigungsbehörde, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, festgelegt werden.

Das Monitoring betrifft alle Phasen eines Projektes (Planung, Bau, Betrieb und Rückbau) und erstreckt sich hierbei über verschiedene Zeiträume. Während die Untersuchungen in der Planungsphase (Basisaufnahme) einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren umfassen, sind für die Betriebsphase Daten über mindestens drei Jahre zu erheben. Dieser Zeitraum kann von der Genehmigungsbehörde auf bis zu fünf Jahre erweitert werden.

Bei den Schutzgütern, die während des Monitorings zu untersuchen sind, handelt es sich um Benthos, Fische, Avifauna, Fledermäuse und marine Säuger. Aufgrund der zeitlichen Dauer und des großen Aufwands (u.a. Einsatz von Schiffen und Flugzeugen), fallen bei den ökologischen Untersuchungen hohe Kosten an. Diese liegen im Bereich von mehreren Millionen Euro.

 
 
 
 

Schallschutz für die Nordsee

 

Für die Verankerung von Offshore-Windenergieanlagen (OWEA) ist es notwendig, deren Fundamente in Wassertiefen von bis zu 40 Metern zu verankern. Dies geschieht durch das Einbringen von Stahlrohren in den Meeresboden, die bis zu 30 – 40 Meter tief gerammt werden. Hierbei entstehen Schallemissionen im Wasser von etwa 175 dB SEL in etwa 750 Metern Entfernung vom Installationsort. Da dieser Unterwasserschall maritimen Lebewesen, insbesondere Schweinswalen, schaden kann, sind für die Errichtung von OWEA Schallschutzmaßnahmen verpflichtend.

Im Windpark BARD Offshore 1 wurde 2011 der sog. Offshore Test 1 (OFT 1) durchgeführt, bei dem ein neuartiges Schallminderungskonzept getestet wurde. Hierbei kam der sog. Kleine Blasenschleier (engl. Small Bubble Curtain – SBC) zum Einsatz, bei dem während der Rammarbeiten kleine Luftbläschen zur Schallabsorption in unmittelbarer Nähe zum Rammrohr erzeugt werden. Es zeigte sich, dass die Schallemission durch Anwendung des SBC deutlich reduziert werden kann.